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Integrative Berufsschule
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Berufsschule im gemeinsamen Unterricht

Mit großem Erfolg begleiten seit mehr als 30 Jahren Lehrkräfte unserer Schule Auszubildende und Schüler mit einer Hörschädigung im gemeinsamen Unterricht an den verschiedenen Oberstufenzentren in Berlin.

Übersicht über die verschiedenen Berufsschulstandorte in Berlin

Wer wird begleitet?

Schwerhörige und gehörlose Berufsschülerinnen und -schüler, die an unserer Schule angemeldet sind, werden im dualen System oder in den verschiedenen schulischen Lehr- und Ausbildungsgängen der Oberstufenzentren unterstützt.

Welche Anforderungen werden an die hörgeschädigten Schülerinnen und Schüler gestellt?

Die hörgeschädigten Schülerinnen und Schüler werden zielgleich integriert, d.h. sie müssen im Unterricht und bei den Zwischen- und Abschlussprüfungen die gleichen Anforderungen erfüllen wie die hörenden Mitschülerinnen und -schüler. Deshalb erhalten sie die gleichen Abschlüsse.

Werden die Schülerinnen und Schüler die gesamte Zeit im Unterricht begleitet?

Je nach Berufsfeld nehmen die hörgeschädigten Schülerinnen und Schüler an 8-12 Stunden Berufsschulunterricht pro Woche teil. Sie werden je nach Hörstatus individuell begleitet, d. h. sie können die gesamte Zeit oder auch nur in bestimmten Stunden, die schwierig für sie sind, begleitet werden. Für jede/n Schüler/in wird ein Förderplan erstellt, in dem genaue Förderziele beschrieben werden. Zusätzlich erhalten die Schülerinnen und Schüler zwei Wochenstunden individuellen Förderunterricht. Hier werden Unterrichtsinhalte in Ruhe besprochen, wiederholt und für Klassenarbeiten und Prüfungen geübt.

Wie sieht ein normaler Berufsschultag aus?

Integration in der BerufsschuleDie hörgeschädigten Schülerinnen und Schüler werden zusammen mit bis zu 25 hörenden Mitschülerinnen und -schülern unterrichtet. Die Berufsschullehrerinnen und -lehrer der Oberstufenzentren (OSZ) unterrichten in ihren Fächern. Die sonderpädagogischen Lehrkräfte unserer Schule übermitteln und erklären die Unterrichtsinhalte je nach sprachlicher Orientierung der Schülerinnen und Schüler mit Hilfe von DGS (Deutsche Gebärdensprache), LBG (Lautsprachbegleitende Gebärden) oder LUG (Lautsprachunterstützende Gebärden).

Damit die Schülerinnen und Schüler Fachtexte besser verstehen, können die Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule Texte sprachlich vereinfachen. Sie können Zusammenfassungen schreiben, Worterklärungen an den Text anfügen oder Textinhalte zusätzlich durch Fotos, Bilder, Grafiken und Skizzen erklären. Frage- und Aufgabenstellungen können im Unterricht übersetzt und erklärt werden. Außerdem unterstützen sie die Schülerinnen und Schüler in der Kommunikation mit anderen Schülerinnen und Schülern oder den Fachlehrerinnen und -lehrern.

Warum bekommen die Schülerinnen und Schüler diese Unterstützung?

Die Sonderpädagogikverordnung – (SopädVO) vom 23. Juni 2009 besagt, dass Schülerinnen und Schüler mit festgestelltem sonderpädagogischen Förderbedarf einen Anspruch auf Nachteilsausgleich zur Herstellung von Chancengleichheit erhalten. Neben den genannten Möglichkeiten zur Förderung können Aufgaben behinderungs-spezifisch aufgearbeitet werden (strukturierte Anordnung, Visualisierungen, zusätzliche Worterklärungen...) In Prüfungen können Zeitzugaben genehmigt werden; der Inhalt von Fragen kann zur Verständnisabsicherung in Gebärdensprache übersetzt werden; Aufgaben können mündlich statt schriftlich und umgekehrt bearbeitet werden.

Hier finden Sie die Sonderpädagogikverordnung, Teil VIII Nachteilsausgleich.